Die Katakomben von Paris

Früher gab es Steinbrüche in den unterirdischen Bereichen in der Hauptstadt von Frankreich, Paris, welche heute als die Katakomben von Paris bekannt sind. Vor mehreren 100 Jahren benützte man diese als Beinhäuser, um die Gebeine der Toten aufzubewahren. Insgesamt wurden etwa 6 Millionen Tote dort aufbewahrt, bis diese Methode 19. Jahrhundert veraltete. Vor allem war es der robuste Untergrund der Stadt, der für die lange Zeit von 2000 Jahren das beste Material für die Erbauung der Stollen und Katakomben lieferte. Gips und Ton waren in Massen verfügbar und wurde jahrtausendelang abgebaut.

Anfangs baute man Gips und Ton noch in Bergwerken ab, bis diese danach vom Abbau im Untergrund abgelöst wurden. Dadurch entstand ein weitläufiges Netz aus vielen Stollen, die unter der Stadt verteilt waren. Insgesamt beläuft sich deren Länge auf 300 km. Ab dem 16. Jahrhundert führte man Maßnahmen ein, um diese Unterhöhlung einzuschränken, da es sonst immer mehr zu Verschüttungen kam. Mit der Zeit waren die Verschüttungen so gefährlich, dass man beschloss, die Höhlen fortan als Aufbewahrungsort für die Gebeine toter Menschen zu benützen. Das allerdings hatte zusätzlich den Hintergrund, dass Seuchen und andere Volkskrankheiten dazu beitrugen, dass Menschen in Massen starben. Um die Gefahr der Ausbreitung von schlimmen Krankheit einzudämmen, fand man die Lösung, die Toten unter der Erde zu lagern. Um die Gebeine in den Tiefen versenken zu können, wurden sie durch einen Schacht hinuntergeschickt. In der heutigen Zeit gelten die Katakomben in Paris als Besucherattraktion. Von den insgesamt 300 km Länge sind 2 km für den Touristen begehbar. Dabei bekommt man einen kleinen Eindruck davon, wie es früher in diesen Höhlen und Schächten ausgesehen haben mag. Leider sorgten zügellose Vandalen dafür, dass man die Katakomben im Jahr 2009 schließen musste.

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